Wie eine Geburt beginnen kann..

Der geplante Geburtstermin ist in nur 3% aller Geburten auch der wirkliche Geburtstag. Rundherum um diesen Termin finden die übrigen Geburten statt, stellen Sie sich deshalb nicht zu sehr auf dieses Datum ein. Zwei Wochen davor und bis zu 10 Tage nach dem Termin sollten Sie mit der Geburt rechnen. Die meisten Krankenhäuser warten bis zum 10. Tag nach dem Geburtstermin mit der Geburtseinleitung (wenn Mutter und Kind gesund sind). Danach wird – meist mittels wehenanregender Medikamente – die Geburt eingeleitet. Grund dafür sind zahlreiche Studien, die beweisen, dass die Plazenta (=Mutterkuchen) nur ein Organ auf Zeit ist, ihre Funktionsfähigkeit nach dem Geburtstermin abnimmt und das Baby somit nicht mehr optimal versorgt ist. Ebenfalls eingeleitet wird, wenn nach dem Blasensprung keine Wehen von selbst einsetzen. Eine Einleitung kann (vor allem beim ersten Kind) leider auch ein paar Tage dauern.

Wie die Geburt beginnt kann sehr unterschiedlich sein. Grob unterschieden wird hierbei ob die Geburt mit Wehen oder mit einem Blasensprung beginnt.

Ein Blasensprung kann eindeutig erfolgen, muss jedoch nicht. Wenn Sie unkontrollierten Flüssigkeitsabgang wahrnehmen, lassen Sie diesen zur Vorsicht im Krankenhaus oder bei Ihrem Frauenarzt abklären.

Beginnt die Geburt mit Wehen, so meist mit sehr leichten. Dies kann natürlich sehr unterschiedlich sein. Die meisten Frauen spüren abends oder in der Nacht die ersten Wehen. Das ist typisch, da der Körper nun Zeit hat sich der Geburt zu widmen.

Es empfiehlt sich die beginnenden Wehen ruhig zu veratmen und zu beobachten. Ein warmes Bad oder eine warme Dusche finden die meisten Frauen sehr angenehm. Manchmal hören die Wehen hier auch wieder auf und man kann sie als Vorwehen deklarieren ☺

Wenn sie nicht wieder aufhören und die Intensität zunimmt handelt es sich um Geburtswehen. Machen Sie es sich gemütlich, Essen Sie noch eine Kleinigkeit und versuchen Sie die ersten Stunden ruhig und gelassen zu verbringen.

Sie können jederzeit mit Ihrer Hebamme Kontakt aufnehmen oder ins Krankenhaus fahren. Meist genießen die werdenden Mütter jedoch noch das gewohnte Umfeld zuhause.

Als allgemeine Regelung kann Folgendes gesagt werden (ist sehr individuell):

Geburtswehen…

  • können anfänglich unregelmäßig sein

  • werden normalerweise regelmäßiger

  • werden zunehmend stärker

  • verstärken sich durch Bewegung

  • hören im Liegen nicht auf

  • sind „wellenartig“, das heißt die Wehe beginnt, wird stärker, hat ihren Höhepunkt und hört langsam wieder auf

Wenn Sie sich daheim nicht mehr wohl fühlen oder eine Untersuchung möchten, melden Sie sich jederzeit bei Ihren Betreuungspersonen.

Quellen:

Dudenhausen J.W., Pschyrembel W.: Praktische Geburtshilfe. Berlin 2000.

Geist C., Harder U., Stiefel A.: Hebammenkunde, Stuttgart 2007

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